Erebos 3 von Ursula Poznanski

Ich. Liebe. Erebos. Also die Bücher, nicht das böse Spiel, dem sich Protagonist Nick jetzt schon zum dritten Mal stellen muss. Daher war ich unglaublich gespannt auf Teil 3 und die Erwartung extrem hoch.

Klappentext

Du hast nur eine Chance.

Noch nie war diese Regel so wörtlich zu nehmen, und noch nie war der Einsatz so hoch. Zweimal ist Nick Dunmore bereits mit heiler Haut den Fängen des Spiels entkommen. Nun erwacht die Welt von Erebos erneut auf seinem Computer zum Leben und zwingt ihn, sich als Dunkelelf Sarius ihren Rätseln zu stellen. Er und seine Freunde werden auf eine Suche geschickt, ohne zu wissen, was sie eigentlich finden sollen.

Doch eins ist klar: Es geht um Leben und Tod. Wessen Leben? Darauf gibt Erebos keine Antwort. Als Nick endlich begreift, was tatsächlich das Ziel ihrer Suche ist, ist es fast schon zu spät.

Meine Meinung

Ich wollte dieses Buch wirklich lieben. Zurück in die Welt von Erebos, zurück zu Nick – das hat mir auch wirklich gefallen, vor allem wegen der Gaming Atmosphäre und dem gewohnt fesselnden und bildhaften Schreibstil von Ursula Poznanski.

Aber die ganz große Begeisterung blieb dieses Mal aus. Der Plot konnte mich einfach nicht überzeugen. Ich meine, es war alles logisch aufgebaut und auch die Auflösung hat gepasst – aber es fehlte an Spannung, an Überraschungen, an diesem besonderen Etwas. Nach zwei starken Vorgängern wirkte vieles bekannt, fast schon zu vertraut. Ich hatte durchgehend das Gefühl, dass mir hier nichts wirklich Neues geboten wird.

Das zeigt sich auch in den Quests, die diesmal eher lahm ausfielen und kaum Möglichkeiten zum Miträtseln boten. Gerade das habe ich in den vorherigen Teilen so geliebt. Dazu kommen einige Längen, vor allem am Anfang, wo die Geschichte spürbar Zeit braucht, um überhaupt in Gang zu kommen.

Die Figuren konnten mich ebenfalls nicht ganz abholen. Nick war mir teilweise zu jugendlich für seine Entwicklung, während die anderen Charaktere eher blass blieben. Und ich fand es schade, dass Emily keine größere Rolle bekommen hat, wo ich mich doch so darüber gefreut habe, dass die beiden noch ein Paar sind.

Was dagegen richtig gut funktioniert hat, war die Verbindung von virtueller und realer Welt. Dieses Gefühl, dass man sich dem Ganzen kaum entziehen kann, weil wir längst in einer vollständig digitalisierten Welt leben, war extrem gruselig und hinterließ noch wochenlang einen fahlen Nachgeschmack.

Doch abschließend bleibt das Gefühl, dass die Geschichte vielleicht einfach auserzählt ist. Erebos hat sich von einer einfachen CD über das Smartphone bis hin zur allgegenwärtigen digitalen Welt weiterentwickelt – aber erzählerisch tritt der dritte Band auf der Stelle. Selbst neue Ansätze wie die Idee, dass es im Game jetzt sogenannte Horden gibt, die sich als Team beweisen müssen, bleibt zu wenig genutzt, um wirklich Eindruck zu hinterlassen.

Fazit

Erebos 3 liest sich gut und bringt die bekannte Atmosphäre zurück, konnte meine Erwartungen aber nicht erfüllen. Im Vergleich zu Erebos I und II, die wirklich neuartig waren und auch der zweite Teil noch überraschen konnte, fällt der dritte Band deutlich ab. Zu wenig Neues, zu wenig Spannung und einige Längen trüben das Gesamtbild. Für Hardcorefans der Reihe lohnt sich der Blick vermutlich trotzdem – alle anderen können diesen Band guten Gewissens auslassen.

Kostenloses Rezensionsexemplar

Ich habe dieses Buch als kostenloses Rezensionsexemplar vom Loewe Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Dies beeinflusst in keiner Weise meine Meinung.

Bibliografie

Titel: Erebos 3

Autorin: Ursula Poznanski

Verlag & Copyright: Loewe

Seitenzahl: 448

Erscheinungstermin: 14.08.2025

Preis: 22 € (Hardcover)

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