What the river knows von Isabel Ibañez

Okay, bei diesem Buch war ich Cover und Settingopfer, aber schaut es euch doch nur an: Wie schön kann ein Buch sein? Und dann geht es auch noch um eine Ausgrabungsstätte in Ägypten – mein Indiana Jones Ich ist sofort hooked.

Klappentext

Inez Olivera wünscht sich nichts mehr, als ihre Eltern auf ihren Abenteuern zu begleiten – bis ein Brief alles verändert: Ihre Eltern sind unter mysteriösen Umständen verstorben. Entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, macht sie sich – ihren antiken Ring im Gepäck – auf den Weg nach Kairo. Doch bei ihrer Ankunft in Ägypten entflammt jahrtausendealte Magie in dem Ring, und Inez gerät nicht nur in ein Spiel voller tödlicher Geheimnisse, sondern auch mit dem gut aussehenden Whit aneinander…

Meine Meinung

Die Figuren sind hier wirklich sooo gut gezeichnet – ich wusste nie, wem ich eigentlich trauen kann (oder besser: wem Inez trauen könnte). Genau das hat mich voll reingezogen. Inez mochte ich auf Anhieb und habe mich sofort mit ihr solidarisiert. Sie ist ein richtiger Wildfang, manchmal vielleicht etwas impulsiv, aber genau das macht sie so lebendig. Ich habe direkt mit ihr mitgefühlt und war stellenweise richtig aufgewühlt, zum Beispiel als ihr das Missgeschick im Zug passiert ist – normalerweise halte ich sowas kaum aus, aber hier hat die Autorin das echt gut gelöst.

Inez Familie ist völlig mysteriös. Da sind so viele Fragen: Warum haben ihre Eltern sie nie mitgenommen? Wer lässt seine Tochter ständig ein halbes Jahr allein zurück? Und warum will auch ihr Onkel sie nicht bei den Ausgrabungen dabei haben? Ihre Tante ist zwar in ihrer konventionellen Art recht anstrengend, gleichzeitig aber auch sehr liebenswert. Immerhin hat sie Inez großgezogen. Und auch die Figur ihrer Cousine mochte ich total gern, vor allem, weil ich sie am Anfang komplett unterschätzt habe.

Bleibt nur noch Whit… und ganz ehrlich: Ich bin sofort auf seinen Charme und sein gutes Aussehen reingefallen. Gleichzeitig gilt für ihn das Gleiche: Kann man ihm trauen? Dieses Hin und Her fand ich richtig gut gemacht – und ja, schlussendlich wollte ich natürlich trotzdem, dass er mit Inez einfach in den Sonnenuntergang reitet.

Das Setting hat mich komplett abgeholt. Isabel Ibañez schreibt so bildhaft, dass ich beim Lesen wirklich das Gefühl hatte, selbst in Ägypten zu sein – mit all den Eindrücken, der Hitze und Gefahren (und wir wissen spätestens seit Indiana Jones, dass es die kleinen Skorpione sind, über die man sich Sorgen machen sollte…). Die Atmosphäre ist atemberaubend und der Plot so fesselnd, dass die Autorin immer, wenn ich denke, was soll denn da jetzt noch kommen, eine weitere Wendung für mich bereithält.

Auch die Art, wie die Magie eingebaut ist, hat mir richtig gut gefallen. Das Buch spielt in unserer Welt und es gibt eigentlich auch nur einige magische Elemente. Historische Artefakte können mit einem Zauber versehen sein und ihre Magie auf Menschen übertragen. Das habe ich so noch nicht gelesen.

Zum Ende sage ich nur: Wappnet euch. Ich habe die letzten drei Worte gelesen und saß erstmal da – mit offenem Mund und komplett fassungslos.

Fazit

Ein richtig fesselndes Abenteuer mit starken Figuren, einem großartigen Setting und genau der richtigen Portion Magie. Wenn ihr Geschichten mögt, bei denen ihr ständig rätselt, wem ihr trauen könnt, und die euch bis zum Schluss überraschen, dann schaut euch das Buch unbedingt an.

Bibliografie

Titel: What the river knows

Autorin: Isabel Ibañez

Übersetzung: Maria Zettner

Verlag & Copyright: Ravensburger

Seitenzahl: 544

Erscheinungstermin: 30.01.2025

Preis: 17,99 € (Taschenbuch)

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