Das krumme Haus von Agatha Christie

Ohne die #readchristie2021 Challenge vom Atlantik-Verlag hätte ich wohl nie die Bekanntschaft mit dem krummen Haus gemacht, da ich eigentlich nur Geschichten mit Miss Marple oder Hercule Poirot lese. Doch dieses Buch hat mich endgültig eines besseren belehrt; zählt er doch zu den besten Agatha Christie Romanen, die ich je gelesen habe.

Klappentext

Ein Haus. Ein Mord. Viele Verdächtige. Drei Generationen der Familie Leonides leben in dem großen, krummen Haus mit den vielen Giebeln. Doch dann wird Aristide Leonides ermordet. Jedes Familienmitglied hatte einen Grund, den alten Tyrannen ins Jenseits zu befördern, aber als Motiv für einen Mord reicht eigentlich keiner dieser Gründe aus. Solange der Fall ungeklärt bleibt, weigert sich Sophia, die geliebte Enkelin des Millionärs, ihren Verlobten Charles Hayward zu heiraten. Dann geschieht ein zweiter Mord … Kann Charles Scotland Yard helfen, den Mörder zu entlarven?

Meine Meinung zur Handlung

Ich liebe sog. Whodunits, bei denen es eine feste Anzahl von Verdächtigen gibt, die gleich zu Beginn eingeführt werden und sich alle an einem Ort befinden. Auch der Kriminalfall an sich hat mir richtig gut gefallen, vor allem, weil er reichlich Spielraum für eigene Spekulationen lässt.

Der Spannungsbogen ist geschickt gewählt, so dass man den Roman eigentlich nicht zur Seite legen kann. Und die dramatische Wendung zum Schluss hat mich trotz böser Vorahnung glatt von den Socken gehauen!

Charaktere

Agatha Christie betitelt diesen Roman im Vorwort selbst als einer ihrer ganz besonderen Favoriten. Es hat ihr schlichtweg reinstes Vergnügen bereitet, ihn zu schreiben. Dies lag anscheinend an den Figuren, die sich wie von selbst erschufen, entwickelten und deren Geschichte unsere Queen of Crime nur noch aufzuschreiben brauchte.

Das erklärt die Tiefe und Detailreiche Darstellung der einzelnen sehr unterschiedlichen Charaktere.

Besonders gefallen hat mir die Junior-Detektivin Josephine, die mich stark an Enola Holmes oder Flavia de Luce erinnert hat.

Auch mit diesem Kriminalfall gibt uns die Autorin wieder einen tiefen (und verstörenden) Einblick in die menschliche Psyche.

Fazit

„Das krumme Haus“ beweist, dass es weder einer Miss Marple noch eines Hercule Poirot bedarf, um einen grandiosen Agatha Christie zu lesen. Einer ihrer besten Kriminalfälle!

Bibliografie

Titel: Das krumme Haus
Autorin: Agatha Christie
Übersetzung: Giovanni und Ditte Bandini
Verlag und Copyright: Atlantik
Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 14. März 2018
Preis: 12 € (Taschenbuch)

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