Der Zauber von Wein und Lavendel von Luanne G. Smith

Ich wurde von der lieben @histolicious mit diesem Reihenauftakt angefixt und die Erwartungen waren hoch, vielleicht zu hoch. Denn vollends überzeugen konnte mich „Der Zauber von Wein und Lavendel“ leider nicht.

Klappentext

Frankreich, kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert: Üppige Weinberge unter strahlender Sonne, das Gelächter vieler Erntehelfer, ein Gut in voller Pracht – so hat Elena das Château Renard in Erinnerung. Doch als sie nach mehrjähriger Abwesenheit dorthin zurückkehrt, bietet sich ihr ein völlig anderes Bild: Das Weingut liegt nun in den Händen eines gut aussehenden Fremden, der nicht an die Kraft von Elenas besonderen Kräutern glaubt, und steht zudem kurz vor dem Ruin. Elena beschließt, ihr Weingut zu retten, und setzt dabei nicht nur ein altes Familiengeheimnis, sondern auch ihr Herz aufs Spiel.

Meine Meinung

Also irgendwie wurde mir das Buch als historischer Roman verkauft. Von einem solchen erwarte ich persönlich jedoch, dass die Geschichte in irgendeiner Form eine Rolle spielt. Ich hatte vielleicht eher so etwas wie die Weingut-Reihe von Marie Lacrosse vor Augen. Aber außer, dass der Zeitpunkt des Settings in der Vergangenheit liegt, merkt man davon nichts.

Mich erinnert die Geschichte vielmehr an ein Märchen.

Handlung und Aufbau

Der Plot ist schnell erklärt: Elena ist auf Rache aus und dann nimmt die Geschichte einen typischen Krimi/Thriller Verlauf: sie wird für etwas beschuldigt, was sie nicht getan hat und kann sich nur retten, indem sie den wahren Täter entlarvt. Das Ganze spielt in unserer Welt; unterfüttert mit Hexerei, einem Weinsetting und einer zarten Liebesgeschichte.

Viele Elemente sind nicht neu, so dass die Geschehnisse und das Verhalten der Figuren leider sehr vorhersehbar sind. Auch die Auflösung wirkt etwas schwach und konstruiert.

Charaktere

Die Grundidee verschiedener Hexenarten, insbesondere Wein- und Bierhexen, finde ich hingegen super spannend und Elenas Magie wird auch sehr bildhaft und detailliert beschrieben. Außerdem gefällt mir der Bezug zur Natur- und Kräuterkunde. Ich bin sehr gespannt, über wessen Zaubertalent wir im nächsten Band mehr erfahren.

Der Protagonist Jean-Paul ist Jurist und glaubt nicht an Magie. Deswegen geht er auch rein akademisch an den Weinanbau heran. Durch ihn bezieht die Autorin eine wissenschaftliche Perspektive mit ein, die ich einfach nur genial fand.

Insgesamt sind die Figuren ganz gut gelungen, jedoch bleiben für mich einige Fragen offen und für einige Charaktere hätte ich mir mehr Raum gewünscht. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Schreibstil

Ich habe das Buch an einem Tag ausgelesen. Diese Tatsache spricht vermutlich für sich. Der Anfang gefiel mir richtig gut und ich dachte schon, das wird noch ein 5-Sterne-Buch (Ich meine, allein schon der Einstieg als Kröte – ja, ihr habt richtig gelesen…). Doch leider war der Mittelteil sehr schwach. Die letzten Seiten konnten die Geschichte nochmal retten, aber im Hinblick auf den zweiten Band habe ich gemischte Gefühle zwischen Hoffnung und Skepsis…

Fazit

Ich hatte tatsächlich die ganze Zeit das Gefühl, dass es ein Erstlingswerk ist, wisst ihr was ich meine? Viele gute Ideen, nur die Umsetzung wirkt noch nicht ganz ausgereift. Für mich gibt es da noch einige Luft nach oben.

P. S.

Mein Buddyread @ninespo war übrigens ganz begeistert.

Bibliografie

Titel: Der Zauber von Wein und Lavendel (Elenas Erbe 1)
Autorin: Luanne G. Smith
Übersetzung: Vanessa Lamatsch
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 01. September 2022
Preis: 15€ (Klappenbroschur)

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