Matching Night – Küsst Du den Feind (I) sowie Liebst Du den Verräter (II) von Stefanie Hasse

Zu dieser Dilogie finden sich überwiegend positive Stimmen. Nicht jedoch bei mir. Eine Dreiecksliebesgeschichte, als Plot ein britischer College Campus und dazu noch eine mysteriöse Student:innenverbindung: Das klang für mich erstmal super. Aber irgendwie hatte ich mir von der „Dark-Academia-“ bzw. „Romantic-Suspense-Reihe“ mehr erwartet. Vor allem kontinuierliches Campus-Feeling.

Bibliografien/Klappentexte

Stefanie Hasse: Matching Night – Küsst Du den Feind?, Ravensburger, 01.02.2021, 352 Seiten, 16,99 € (Hardcover)

Ravens und Lions – um die beiden mächtigen Verbindungen am St. Joseph‘s College ranken sich zahlreiche Legenden, genau wie um ihre luxuriösen Wohnhäuser und wilden Partys. Von alldem kann die Studentin Cara nur träumen, schließlich reicht ihr Geld hinten und vorne nicht. Als die Ravens ihr überraschend eine kostenlose Unterkunft anbieten, zögert sie deshalb nicht lange. Doch es gibt eine merkwürdige Bedingung: Cara muss auf drei exklusiven Verbindungspartys mit einem Wildfremden ein Paar spielen und an einem geheimnisvollen Wettkampf teilnehmen. Sie ahnt nicht, dass sie dabei mehr verlieren wird als nur ihr Herz …

Stefanie Hasse: Matching Night – Liebst Du den Verräter?, Ravensburger, 01.02.2021, 352 Seiten, 16,99 € (Hardcover)

Cara sollte überglücklich sein: Sie hat die Matching Night überstanden und gehört nun zur exklusiven Studentenverbindung der Ravens. Doch sie weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann, denn zwei Lügner haben sich in ihr Herz geschlichen. Der eine hat sie mit seinen Berührungen und Küssen verrückt gemacht und dabei die ganze Zeit nach seinen eigenen Regeln gespielt. Dem anderen hat sie vertraut – bis sie sein furchtbares Geheimnis entdeckte. Ein Geheimnis, das nicht nur das noble St. Joseph’s College erschüttern, sondern auch Caras Leben zerstören könnte. Um das zu verhindern, ist Cara jedoch ausgerechnet auf die Hilfe der beiden Lügner angewiesen.

Charaktere

Cara mochte ich sofort, auch wenn ihre Handlungen nicht immer glaubwürdig sind.

Von der ersten Seite an unsympathisch war mir hingegen Hannah. Sie verhält sich einfach nicht so, wie man es von einer besten Freundin erwarten würde.

Die Figur des Josh finde ich am wenigsten authentisch. Zum einen glaube ich nicht, dass der Sohn einer US-Präsidentin in Europa aufs College gehen würde und zum anderen finde ich es etwas seltsam, dass er sein Matching derart beeinflussen kann. Daher erscheint es mir auch sehr kurios, wie Cara und Josh zu einander finden.

Tylers Charakter ist noch merkwürdiger. Hat die Figur überhaupt einen tieferen Sinn?

Außerdem empfand ich die Querthematik als extrem künstlich, so, als hätte die Autorin gedacht, sie bräuchte neben einem heterosexuellen Pärchen unbedingt noch ein schwules und lesbisches Paar.

Meine Meinung zur Handlung

Ohne große Erwartungshaltung ist Matching Night eine unterhaltsame College Love Story mit typischer Dreiecksbeziehung, die sich leicht und locker an ein, zwei Abenden wegschmökern lässt. Genauso schnell gerät sie aber auch in Vergessenheit, denn den Charakteren fehlt es an Tiefe, um in Erinnerung zu bleiben oder vermisst zu werden.

Schreibstil

Kurz und knapp: Die Sprache ist einfach. Aber es ist ja auch ein Jugendbuch. Dass die Handlung recht vorhersehbar ist, finde ich nicht weiter schlimm. Allerdings leidet darunter natürlich der Spannungsbogen. Im zweiten Band gibt es einen kleinen Twist, aber das war’s auch schon. Und einen wirklichen Cliffhänger hatte der erste Teil auch nicht.
Ihr wisst, ich bin kein Fan davon, Konflikte lange auszuhalten, aber hier werden sie mir einfach viel zu schnell gelöst.

Cover

So gut mir die Gestaltung gefällt, so schlecht finde ich die Umsetzung. Es wirkt, als hätte man das Cover einfach auf normales Papier geduckt und die Bücher damit einschlagen lassen…

Leseproben

Ihr kennt meine Meinung dazu (zumindest in Büchern): UNERWÜNSCHT!

Fazit

Alles ist relativ oder? Wenn ich die Bücher von Lena Kiefer noch nicht kennen würde, wäre mein Urteil vermutlich besser ausgefallen. Leider wird es nicht besser. Je länger ich darüber nachdenke. Eher fallen mir immer mehr Ungereimtheiten auf.

Die Grundidee und der Schauplatz hatten durchaus Potenzial, aber man hätte die Geschichte in einem Buch erzählen sollen. Teil I hatte schon viel Schönes, was von Teil II leider wieder kaputt gemacht wurde. Wisst ihr, was ich meine?  Die Atmosphäre ging flöten, die Charaktere wurden immer unglaubwürdiger und die Auflösung war einfach viel zu krass. Das kaufe ich der betreffenden Person einfach nicht ab. Außerdem fühlte es sich dadurch nicht nach einem Happy End an…

Buddyread

Ich habe beide Bücher zusammen mit der lieben Ninespo gelesen und das ist ihr Fazit zu Teil I:

Alles in allem ist Matching Night – Küsst du den Feind? das perfekte Buch für einen gemütlichen Lesenachmittag auf der Couch. Der Cliffhanger am Ende sowie die noch offenen Fragen machen neugierig auf Band zwei.

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