Weihnachten in der kleinen Buchhandlung von Jenny Colgan

Letztes Jahr hatte ich ziemliches Pech mit Weihnachtsbüchern. Dabei lese ich sie doch so gern, insbesondere um mich in Weihnachtsstimmung zu bringen. Und Jenny Colgans „Kleine Bäckerei am Strandweg“ und „Wo das Glück zu Hause ist“ habe ich geliebt! Die Fortsetzungen dieser Bände gefielen mir hingegen weniger gut, daher war ich auch bei diesem Band etwas skeptisch.

Inhaltsangabe des Verlags

Als das Kaufhaus, in dem Carmen gearbeitet hat, kurz vor Weihnachten seine Pforten schließt, zieht sie widerstrebend zu ihrer Schwester nach Edinburgh. Sie soll dort eine kleine Buchhandlung übernehmen. Der Laden hat jedoch schon bessere Tage gesehen, es droht der Verkauf – wenn nicht ein Wunder geschieht.  Carmen will schon alles hinwerfen, doch dann lässt sie sich bezaubern: von den verschneiten Straßen der Stadt, vom Charme der altmodischen Buchhandlung – und von dem attraktiven Star-Autor, der dort plötzlich auftaucht. Ob die Magie der Weihnacht ein Wunder wahr werden lässt?

Meine Meinung

Ich hatte mir von diesem Buch einen atmosphärischen Winter-Liebesroman erhofft; im Mittelpunkt steht jedoch eher der Selbstfindungsprozess der Protagonistin.

Die Idee mit dem etwas troddeligen Buchhändler fand ich ganz niedlich, wobei der Plot an sich natürlich nichts Neues ist. Dramaturgisches Element sind Fehlkommunikation und Missverständnisse gepaart mit einigen kleinen Intrigen. So findet das angedachte Liebespaar auch erst auf den letzten Seiten zusammen. Vielleicht kam ich deswegen nicht so ganz in Lovestory Stimmung.

Dann gibt es da noch ein Familiengeheimnis, das es für mich jedoch nicht gebraucht hätte. Gleiches gilt für die ins mystische abdriftende Zug-Traumgeschichte.

Die Handlungssequenz der Schwestern fand ich ganz interessant, insbesondere welche Spannungen die völlig verschiedenen Lebenswege im Zusammenleben erzeugen. Seltsamerweise waren mir beide Figuren zu Beginn richtig unsympathisch, was sich jedoch änderte, je näher ich sie kennenlernte.

Die Charaktere des Autors Blair und auch der Babysitterin Syklar sind aber leider total überzeichnet.

Eine nette Idee, deren Umsetzung aber nicht ganz gelang, war, dass sich die Schwestern in Sofias Töchtern wiederfinden.

Fazit

Der 1001ste Roman über eine Buchhandlung, die kurz vor dem Ruin steht und durch die Protagonistin gerettet wird. Er hätte ebenso gut im Sommer spielen können, Weihnachtsfeeling kam jedenfalls nicht auf. Einzig wegen des Buchhändlers habe ich die Geschichte trotzdem ganz gern gelesen.

Bibliografie

Titel: Weihnachten in der kleinen Buchhandlung
Autorin: Jenny Colgan
Übersetzung: Sonja Hagemann
Verlag und Copyright: Piper
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 29. September 2022
Preis: 12,00 € (Klappenbroschur)

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