Dreizehn bei Tisch von Agatha Christie

Das dritte Türchen in meinem Adventskalender enthielt den ersten Hercule Poirot Krimi. In „Dreizehn bei Tisch“ will sich die Schauspielering Jane Wilkinson ihres Ehemannes Lord Edgware entledigen und bittet Hercule Poirot, ihn von einer Scheidung zu überzeugen. Wenn er erfolglos bleiben würde, bliebe ihr nichts anderes übrig, als ihn eigenhändig umzubringen. Aber ein Hercule Poirot scheitert natürlich nicht. Und dennoch wird besagter Gatte Tod aufgefunden. Noch dazu scheint sich alles genauso abgespielt zu haben, wie es ihm Lady Edgware angedroht hat. Ein glasklarer Fall, wäre da nicht das Dîner, welches seine Mandantin zur Tatzeit mit zwölf Freunden einnahm…

Copyright Atlantik im Hoffmann und Campe Verlag

Um ehrlich zu sein, zog sich der Fall für meinen Geschmack etwas in die Länge. Die verschiedenen Theorien, die im Verlauf der Geschichte vermittelt wurden, waren äußerst komplex, aber in sich absolut schlüssig. Mir ging es daher leider wie dem armen Hastings: Obwohl ich sehr aufmerksam las, um über die gleichen Informationen wie Poirot zu verfügen, war es mir nicht möglich, hinter die wahre Geschichte zu kommen. Daher verschlang ich das vorletzte Kapitel geradezu, welches endlich Auflösung (oder sollte ich besser von Erlösung sprechen?) versprach.

Hercule Poirot und Mr. Hastings erinnern mich immer ein wenig an Sherlock Holmes und seinen Watson. Dabei denke ich, die Analogie ist durchaus gewollt. In diesem Roman war die Ähnlichkeit besonders auffällig. Ich meine, es war Inspektor Japp, der die beiden stattdessen jedoch mit Herrchen und Hündchen verglich. Eine recht abfällige Bemerkung, wie ich finde… Nun gut, den Scottland Yard Ermittler konnte ich nie besonders gut leiden.

Was ich in den Hercule Poirot Geschichten besonders gern mag sind die eingestreuten französischen Aussprüche und Redewendungen.

Bilan

Nicht der beste Hercule Poirot, aber auch nicht der schlechteste. Wer gern viele, alle in sich sehr logisch aufgebaute Theorien zur Auswahl hat, und nicht enttäuscht wird, weil man dauernd in die Irre geführt wird, kommt hier voll auf seine Kosten.
Es ist jedoch vollste Konzentration erforderlich!

Infos

Titel: Dreizehn bei Tisch

Autorin: Agatha Christie

Übersetzung: Giovanni Bandini

Verlag und Copyright: Atlantik im Hoffmann und Campe Verlag

Erscheinungsdatum: 15.07.2015

Seitenzahl: 288

Preis: 12 € (Taschenbuch)

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