The Last Goddess von Bianca Iosivoni

Bei dieser Dilogie hat mich eindeutig der Plot gecatcht, denn über Valkyren habe ich noch nie gelesen. Aber ich stehe auf Mythologie, daher klang diese Reihe äußerst vielversprechend.

Band I: A fate darker than love, Ravensburger, 20.10.2020, 352 S., 14,99€ (Klappenbroschur)

Das dunkelste Geheimnis liegt oft in dir selbst.

Mächtig, unsterblich und geheimnisvoll. Valkyren sind die Nachfahrinnen der nordischen Götter und die Einzigen, die die Menschheit vor dem endgültigen Untergang bewahren können. Ihr Auftrag: die Seelen gefallener Helden nach Valhalla zu begleiten. Blair, die als Tochter einer Valkyre keine eigenen Kräfte besitzt, hat mit alldem nichts zu tun – bis ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch Blair ist sich sicher, dass es kein Unfall war. Ihre Mutter wurde ermordet. Allerdings will ihr niemand glauben, nicht einmal ihr bester Freund Ryan, für den sie schon lange mehr als nur Freundschaft empfindet. Auf sich allein gestellt macht sich Blair auf die Suche nach der Wahrheit und muss schon bald erkennen, dass ihr Schicksal aufs Engste mit dem der Valkyren verknüpft ist – und mit dem von Ryan.

Band II: A kiss stronger than death, Ravensburger, 01.05.2021, 352 S., 14,99€ (Klappenbroschur)

Die Welt steht am Abgrund. Alles, was Blair wichtig ist, und alle Menschen, die sie liebt, sind in Gefahr. Denn die uralte Prophezeiung hat sich erfüllt: Ragnarök ist angebrochen – und es ist ganz allein Blairs Schuld. Verzweifelt versucht sie, ihren Fehler wiedergutzumachen, und muss dabei nicht nur gegen alte Feinde, sondern auch gegen ihre Freunde antreten. Als der Fenrirwolf und die Midgardschlange auftauchen, weiß Blair nicht, ob sie das Ende der Welt überhaupt noch verhindern kann. Und ob Ryan dabei an ihrer Seite stehen – oder gegen sie kämpfen wird.

Meine Meinung

Das Beste an dieser Dilogie ist tatsächlich das Setting. Ragnarök verspricht ja immer einen spannenden Kampf zwischen Gut und Böse; außerdem bietet es viel Potential für Actionszenen und glorreiche Held:innen. In diesem Fall setzt sich der Cast auch noch aus den Figuren nordischer Mythologie zusammen: Valkyren, Götter, Diener des Chaos, der Fenrirwolf und die Midgardschlange.

Und auch wenn die einzelnen Charaktere nicht sehr Detailreich gezeichnet sind, haben sie mir doch sehr gefallen, vor allem, weil ihr Handeln (also auch das der Bösen) nachvollziehbar und schlüssig wirkt.

Die Geschichte wird uns überwiegend aus der Perspektive von Blair erzählt, ab und an kommt aber auch Ryan zu Wort (mit eigener Schriftart). Das fand ich etwas schade, denn ich hätte gern mehr von seiner Sicht auf die Dinge erfahren (andererseits hätte man dann auch einige Wendungen gespoilert). Leider ist die Entwicklung beider Protagonist:innen recht vorhersehbar.

Was mich etwas in die Irre geführt hat, war die Kategorie Romantasy. Zwischen Blair und Ryan entwickelt sich zwar eine klassische Friends to Lovers Geschichte, diese spielt aber eher eine untergeordnete Bedeutung. Das ist nicht schlimm, ich hatte nur einfach etwas anderes erwartet. Der Plot erinnert übrigens etwas an Romeo und Julia…

Band I endet mit einem ebenso überraschenden wie schlüssigem Plottwist und Cliffhänger, daher hatte ich mich auch sehr auf die Fortsetzung gefreut. Und damit sind wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt: dem Format der Dilogie. Denn während mich Teil I mit seinen Klappendeckeln regelrecht verschlungen hat und ich alles um mich herum vergaß, empfand ich Teil II als aufgebläht und langatmig. Dies hätte leicht vermieden werden können, indem man die Geschichte in einem Einzelband unterbringt.

Alles in allem lässt sich Bianca Iosivonis Sprachstil aber gut lesen, vor allem die atmosphärischen Beschreibungen von Valhalla oder wie die Valkyren fliegen, haben es mir angetan.

Fazit:

Teil I grandios, Teil II eher mäßig. Die Dilogie wird daher nicht in mein Bücherregal einziehen.

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